Glaskünstler

Bibi Smit (1965) aus Loosdrecht studierte an der Kunstakademie in Farnhem, England, und lebt und arbeitet seit 10 Jahren in Schottland. Die Arbeit mit dem magischen Material von flüssigem Glas ist für Bibi Smit immer noch das Schönste. Das Glasblasen ist für sie eine faszinierende Suche nach neuen Formen und Techniken. Sich bewegende Formen in der Natur sind oft ihre Inspirationsquellen, wie z. B. plätscherndes Wasser, wehende Äste und Vogelschwärme. Aber auch die besonderen Eigenschaften des heißen Glases inspirieren sie. Zum Beispiel faltet sie kontrolliert eine Glasblase auf der Blaspistole um, und entwickelt so Trinkgläser. Sie streckt das heiße Material als Gummiband für ihre Installation „Zugvögel“. Um die kugelförmigen Ausbuchtungen zu erhalten, stellte sie ihre eigenen Werkzeuge her: ein Bündel zusammengeschweißter Löffel. Für ihre neueste Arbeit kreiert Bibi farbenfrohe Glasobjekte, die das Licht reflektieren, das durch ein Netzwerk hauchdünner Glasfäden funkelt. Website www. bibismit.nl

Fluid Form

Josien Geerdink (1961) absolvierte 1984 die Kunstakademie als monumentaler Designer. Die Magie des Glases setzte sich 2009 bei der Ausführung eines ihrer Aufträge in der Tetterode-Glashütte in Amsterdam durch. Das Material verzauberte sie und sie wollte selbst mit Glas arbeiten. Um ihre Handschrift in diesem neuen mareial zu erforschen, hat sie ein eigenes Studio in Zaandam eingerichtet, um mit “ihrem” Glas in einem Ofen experimentieren zu können. Workshops in der Tschechischen Republik und in den Niederlanden überzeugten sie völlig von dem Weg, den sie mit ihrer Kunst eingeschlagen hatte. Sie verwendet verschiedene Techniken wie Gießen und Verschmelzen. Ihre derzeitige Vorliebe gilt hauptsächlich der Pâte de vereTechnik, bei der Glas nicht geblasen, sondern im Ofen geschmolzen wird. Durch ihre eigene (weise) Anwendung der Pâte de verhe spielt sie mit der Spannung zwischen einer robusten, stabilen Form und dem dünnen, zerbrechlichen Glas. Manchmal scheinen die Gegenstände überhaupt nicht aus Glas zu sein und werden oft mit Süßigkeiten oder Schnee verwechselt. Wenn das Licht auf sie trifft erinnert das Funkeln an Eiskristalle und die Farben werden lebendig. Website www.loligo.nl

Pate de verre Schale

Barbara Nanning  (1957) arbeitet zunächst mit Keramik, bevor sie sich auf Glas konzentriert. 1979 absolvierte sie die Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam. 1994 experimentierte sie auf Einladung des Nationalen Glasmuseums und der Royal Leerdam Glass Factory zum ersten Mal mit Glas. In den letzten 25 Jahren hat Barbara ein beeindruckendes Glaswerk geschaffen, das in unzähligen Museen und Privatsammlungen im In- und Ausland vertreten ist. Der Kreis ist immer ein wichtiger Ausgangspunkt in ihrer Arbeit. Die Formen ihrer Objekte und Installationen stammen aus einer kreisenden Bewegung, die sie in Glas erstarren lässt. Letztes Jahr feierte sie ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag. In der Galerie del Campo zeigt sie eine Reihe von speziell angefertigten kleinen Glasobjekten. Website www.barbarananning.nl

Glasobjekt